Ausbeutung
Geschrieben von BBouvier am 08. August 2004 12:42:57:
1)Vorlauf
Kolonien wurden von den jeweiligen Mutterländern im allgemeinen als Bestandteil des eigenen Landes angesehen.
Rechnete man nach, entdeckte man wohl erstaunt, dass die Investitionen
zur Erschliessung, zum Auf- und Ausbau der Infrastruktur, die Arbeitsleistung der Auswanderer besonders, bei weitem den Wert des Rückflusses an Rohstoffen übertraf. Wie viele Tonnen Schafswolle hätte wohl ein Bewohner Neuseelands nach England exportieren müssen, um nur ein Klavier zu importieren!
Ein Ureinwohner Hawaiis wird wohl zeitlebens nicht soviel Kapok ernten, um sich auch nur ein Auto jemals kaufen zu können. Aus der Tatsache, dass in den Kolonien auch die Siedler meist ärmlich lebten, erschliesst sich, dass es mit einer von Gutmenschen postulierten „Ausbeutung“ so weit wohl nicht her ist.
M.E. war der Wettlauf der europäischen Mächte um möglichst zahlreiche Kolonien eine reine irrationale Hysterie, die, einmal in Gang gesetzt, Eigendynamik entwickelte. Eine Kosten-Nutzenrechnung hat offenbar nie jemand angestellt.
Anders verhält es sich mit den in den Kolonien vorhandenen Bodenschätzen.
Diese gelangten, da „auf eigenem Territorium“ vorhanden, günstig nach Europa.
2) Die Rolle der USA/der GrossbankenNach 1945 beschlossen die US/die Grossbanken, das zu ändern.
Die Grosskonzerne hatten nämlich eine ganz geniale Idee:a)Phase 1:
Eine Welle massiver Gehirnwäsche durch die Medien setzte weltweit ein,
mit dem Slogan:
„Freiheit für die Kolonien!“
(Das galt natürlich nicht für Hawaii, für Costa-Rica, nicht für die Philippinen,
nicht für Kuba. Merke: die US haben keine Kolonien.)
Aufstandsbewegungen waren die Folge, auch durch die SU gefördert.
Die Kolonien schieden also vom Mutterland.
Die absehbare und gewünschte Folge:
Die Bewohner der neu entstandenen Staaten
durften 1x frei wählen.
Und hungern.
Unter ihren selbst gewählten Diktatoren.b) Phase 2:
Massive Gehirnwäsche durch die Medien.
Die ehemaligen Mutterländer seien schuld an dem Hunger!
Aufforderung, an diese Staaten ihr Geld zu verschenken.c) Phase 3:
Massive Gehirnwäsche durch die Medien.
Es sei Bevormundung fremder Staaten und für die Empfänger doch demütigend,
die geschenkten Gelder zum Einkauf bei den Gebern zu verwenden.
Vielleicht sogar zweckgebunden, für Infrastruktur oder Nahrungsmittel.d) Phase 4/gewünschtes Ergebnis:
Das Geld floss nun wunschgemäss von Europa in die 3.Welt.
Und von dort sogleich in die Rüstungsindustrie der US.
Ausserdem kann sich die 3.Welt bei den US-Grossbanken verschulden.
Und gerät bei denen in völlige Abhängigkeit.
Die Zinsen sind nie zu tilgen.
Die gesamte 3.Welt ist mittlerweile
eine einzige ausgebeutete Kolonie der Grossbanken.BB
- die englische ausbeutung führten zur gründung der USA JoeKaiser 08.8.2004 22:03 (1)
- Re: die englische ausbeutung führten zur gründung der USA Taurec 08.8.2004 22:06 (0)
- Re: Ausbeutung JoeKaiser 08.8.2004 21:58 (1)
- Re: Ausbeutung BBouvier 08.8.2004 23:28 (0)
- Re: Ausbeutung Georg 08.8.2004 20:19 (0)
- Re: jaaa, das trifft's wohl einigermassen... (o.T.) detlef 08.8.2004 20:04 (0)