Ein paar Fragen.

Geschrieben von Guerrero am 14. Juli 2004 19:33:51:

Als Antwort auf: Wurzelt das Leben nicht im Dunkeln, so ist der Sonnenweg nur Illusion geschrieben von Elias Erdmann am 13. Juli 2004 21:11:51:

>Hallo Guerroo
>Das Zitat in der Überschrift stammt übrigens aus dem Buch von Oskar Ruf über die esoterische Bedeutung der Märchen. Dort wird in den ersten Kapiteln das Thema der Jenseitsfahrt ausfühlich abgehandelt.
>> Du musst erst in die Hölle einsteigen, um in den Himmel kommen zu können?
>Ja!
>>Bitte erkläre mir das
>>Warum?
>Zunächst eine grundsätzliche Anmerkung: Aus einer höheren Perspektive leben wir hier im „Reich der Toten“. Dadurch komme ich übrigens in eigen Details zu einer anderen Interpretation als das eben erwähnte Buch.
>



>Die Notwendigkeit für den Abstieg in die materielle Welt würde ich so begründen: Denken kann man sich auf einem abstrakt-geistigem Niveau so ziemlich alles, aber in der Praxis zeigt sich, wo die Probleme stecken. Die Materie zeigt uns die Nebenwirkungen, die wir nicht bedacht haben. Überhaupt gibt es einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Symbolik des Teufels und den Nebenwirkungen. Das beginnt schon mir dem sprichwörtlichen Pferdefuß, den manche Sache hat oder mit dem Teufel, der im Detail steckt. Der Teufel bzw. der Zweifel zeigt uns die zweite Seite. Zweifel kommt von „zweiter Falte“ im Sinne von Saum. Dia-Bolus bedeutet Entgegen-Wurf, auch im Sinne von Vorwurf. Satan als der Ankläger der Menschen wirft den Menschen das vor, was man am liebsten verdrängen würde. Satan, der Herr der Materie, zeigt uns die zweite Seite. Er zeigt uns den Schuss, der nach hinten los geht.
>Ich hoffe, das ich hier nicht falsch verstanden werde. Ich bin kein Anhänger des „Satanismus“ oder ähnliches. Ich versuche das Zerrbild von Satan zu korrigieren, dass sich in unserer Kultur entwickelt hat. Der Satanist hingegen hat sich in dieses grausame Zerrbild verliebt. Das möchte ich ganz deutlich betonen, denn ich habe gerade bei diesem Thema schon oft entsetzte Reaktionen von der einen Seite und Beifall von der falschen Seite erhalten.
>Wenn wir Gut und Böse beurteilen wollen, dann nutzt es nicht, wenn wir nur die Motivation betrachten, aus der etwas geschieht, sondern wir müssen die Folgen betrachten – und dazu gehören auch die nicht beabsichtigten Nebenwirkungen. Wir brauchen den Teufel, der uns die zweite Seite zeigt, damit wir selbst Gut und Böse erkennen können.
>Ohne Kenntnis der zweiten Seite wären wir verführbar, denn wir könnten nicht wirklich erkennen, welche Konsequenzen unser Handeln hat.
>

>Die „Jenseitsfahrt“ ist ein wiederkehrendes Motiv in vielen Mythen. Wir erleben das Motiv übrigens auch im Christentum. Auch Jesus ist „hinabgestiegen in das Reich der Toten“.
>Viele Grüße
>Elias
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Buen día.

Wie entstand das Böse?
Satan?
Die Hölle?

Wo kommst du her,
um zuerst in die Hölle einzusteigen?
(Abstieg in die materielle Welt)

Saludo
Guerrero


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