Re: INTERVIEW ZUR ARBEITSZEIT-DEBATTE
Geschrieben von Dunkelelbin am 14. Juli 2004 12:52:24:
Als Antwort auf: INTERVIEW ZUR ARBEITSZEIT-DEBATTE geschrieben von Napoleon am 14. Juli 2004 08:14:51:
>"Die Schweizer sind sehr diszipliniert"
>Im Nachbarland Schweiz wird deutlich länger gearbeitet, die Arbeitslosigkeit liegt unter vier Prozent. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE erklärt Petra Huth, Arbeitsmarktexpertin bei Credit Suisse, warum das Modell der Alpenrepublik erfolgreicher ist als das deutsche.Hallo,
ehrlich gesagt, verstehe ich die Aufregung nicht wirklich. In meinem Beruf, den ich jetzt seit gut 20 Jahren ausübe, wurde noch NIE nach Arbeitszeit gezahlt sondern nach der Position.
Ich bekomme ein Festgehalt in denen alle Arbeitszeit vergütet ist. In manchen Wochen sind es dann eben *nur* 25 Stunden die ich effektiv arbeite und ich habe die Wochenenden wirklich auch frei. In Spitzenzeiten komme ich auf 50-60 Stunden die dann eben gearbeitet werden müssen ( teilweise auch zu Hause, wo ich auch mein Büro habe ) und Wochenenden gehen für eine neue Produktion drauf.Es besteht ein gewisses Anspruchsdenken in einigen Bereichen unserer Wirtschaft und Industrie, dem ich wirklich nicht mehr folgen kann.
Letztens war ich bei der Post,das ist schon immer ein Abenteuer gewesen, seit der Privatisierung, um ein Einschreiben abzugeben. Dummerweise war die Warteschlange länger als 10 Minuten und als ich endlich an der Reihe war, wurde mir der Schalter vor der Nase zugemacht, mit der Begründung, dass jetzt Feierabend sei und sie die Überstunden nicht bezahlt bekäme ( es war punkt 13.00 Uhr). Nun, ich überzeugte die überarbeitete Dame schließlich doch in einer gewissen schärferen Argumentation, dass es besser für sie sei eine Minute länger zu arbeiten, als dieses Einschreiben nicht engegen zu nehmen;)
Bei solcher Arbeitseinstellung und Kundenservice wundert mich gar nichts mehr.
Grüße
Dunkelelbin*