Re: warum jede Religion empfiehlt zu "Fasten"
Geschrieben von Wizard am 18. Juni 2004 02:26:38:
Als Antwort auf: Re: warum jede Religion empfiehlt zu "Fasten" geschrieben von Apollo am 18. Juni 2004 01:36:57:
>>Und vor allem kaum bezahlbar.
>>Es wird schon seinen Grund haben, warum vernünftige Nahrungsmittel so Teuer sind, dass sich Otto Normal die kaum noch leisten kann, während Fastfood und ähnlicher Müll so Spottbillig sind.
>hallo Wizard
>Fairnesshalber sollte man aber auch die Überlegung miteinbeziehen, dass die natürlich produzierten Artikel niemals mit den Massenprodukten der Multis konkurenzieren können.
>Vieleicht ist da der wirtschaftliche - gewinnorentierte - Aspekt einfach erschlagender als die gesundheitliche Vernunft - leider !
>
>gruss apolloHallo Apollo
Sicher, der Fairnesshalber sollte man es tun.
Der Fairnesshalber muss man dann aber auch erwähnen, dass ein nicht unerheblicher Teil der so gewonnen Nahrung einfach vernichtet wird um die Preise künstlich hoch zu halten. Zieht man diesen Teil nun ab, bekommt man den Verdacht, dass man eigentlich fast auf den Kram Verzichten könnte. Die Preise würden dann ganz nebenbei auch noch sinken.
Der Fairnesshalber sollte man sich auch die Frage stellen, warum die vernünftige Nahrung so teuer ist. So ganz 100%ig Bio muss ja die Narung ja gar nicht sein. Man kann ja einen vernünftigen Mittelweg gehen. Dann hat man brauchbare Nahrung zu vernünftigen Preisen. Viel mehr Bauern würden gerne so produzieren. Aber sie können nicht, weil sie ja selber auch von irgendwas leben müssen. Ich wohne hier in einer recht ländlichen Gegend und habe hinreichend Anschauungsmaterial. Auf vielen Höfen könnte man nicht unerheblich Geld einsparen, wenn man ein paar Kleinigkeiten ändert. Bei einigen der jungen Bauern hat da schon ein wenig Umdenken begonnen. Leider sitzen auf den meisten Höfen noch die Alten. Nichts gegen die Alten, aber den Spruch "Dat ham wir schon immer so gemacht" sollten sie sich abschminken.
Die meisten Bauern könnten z. B. Geld und Zeit sparen, wenn sie sich mal alle an einen Tisch setzen, Eine Landkarte ausbreiten und mal schauen, welches Land wem gehört und dann mal ein wenig die Flächen tauschen. Ich sehe hier Bauern, die sind mit ihrem Traktor mehr auf der Landstraße als auf dem Acker. Das liegt einfach daran, dass im Laufe der Zeit durch Grundstücksein- und -verkäufe die Länderein bis sonstwohin verstreut sind. Da pflügt so mancher Bauer vor dem Hof eines Kollegen, der 10 oder gar 20 km weit vom eigenen Hof sitzt, während der Kollege ebenfalls etliche km weiter am Pflügen ist. Man übelege sich mal, was da alleine an Sprit und Zeit gespart werden könnte.
MfG
Wizard
PS.:
Einige Bauern hier haben mal versucht ihre Waren ab Hof zu verkaufen. Leider mussten alle den Versuch wieder aufgeben. Es kam halt kaum jemand um was zu kaufen. An den Preisen hat es nicht gelegen, die waren nicht höher als im Supermark. Es lag einfach nur an der falschen Organisation. Ein 30 x 30 cm großes Schild mit schwarzer Schrift auf dunklem Grund sieht man kaum, zumal wenn es am Gartenzaun hängt, der sich zudem noch an einem Feldweg befindet wo eh nie jemand vorbei kommt. Sinnvoller wäre es gesesen, ein großes Schild an dem Hof aufzustellen, der sich ohnehin direkt an der Bundesstraße befindet. Selbiger hat zudem auch noch eine relativ große und fast ungenutzte befestigte Fläche vor dem Haus. Dort hätte man einen großen oder mehrere kleine Verkaufsstände aufbauen können und Parkplatz hätte es auch noch gegeben ...