Hier gute News, doch Vorsicht bei der Quelle!

Geschrieben von JoeKaiser am 21. Mai 2004 11:51:40:

Als Antwort auf: Re: Militäreinsatz im Sudan gefordert geschrieben von Dunkelelbin am 21. Mai 2004 11:27:40:

GPM 4/00 - Internationale Ölkonzerne tragen Mitverantwortung für Gräueltaten im Sudan.

Damit Firmen wie TotalFinaElf, Shell und Agip ungestört Öl fördern können, hat die sudanesische Armee in großem Stil Menschen von ihrem Land vertrieben. Dabei ist es nach Angaben von Amnesty International zu Massakern, Vergewaltigungen und sadistischen Folterungen gekommen. Unter anderem hätten Regierungstruppen Dörfer aus der Luft bombardiert und beschossen; Menschen sollen an Bäume genagelt worden sein. Zudem zerstörten die Soldaten Ernten und töteten Vieh, so dass den Betroffenen der Hungertod droht. Die Ölförderung im Sudan kam erst im letzten Sommer richtig in Gang, nachdem eine 1600 Kilometer lange Pipeline in Betrieb genommen wurde. Mehrfach haben Guerrillagruppen seither Abschnitte der Rohrleitung gesprengt und den Ölexport unterbrochen, zuletzt im Januar. Die Pipeline führt von den Ölfeldern bei Hejleij im Westsudan zum neu errichteten Ölhafen Bashair am Roten Meer; zu einem Drittel hat sie die seinerzeit deutsche Firma Mannesmann gebaut. Söldner unter anderem aus Afghanistan sollen bei den Bauarbeiten als Wachtruppen gedient haben. Mit den Öleinnahmen kauft das sudanesische Regime Waffen, um den jahrzehntelangen Bürgerkrieg gegen die Rebellen im Süden weiterzuführen. So traf an dem Tag, als das erste Öl verschifft wurde, eine Ladung polnischer Panzer im Sudan ein.
http://www.greenpeace-magazin.de/magazin/reportage.php?repid=563



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