Re: Wiedervereinigt in den Untergang
Geschrieben von Marc Malbec am 05. April 2004 21:57:48:
Als Antwort auf: Re: Heute SPIEGEL kaufen - Aufbau Ost, Absturz West geschrieben von Hybris am 05. April 2004 20:49:58:
Hallo Hybris,
>Wenn ich den letzten Satz im Spiegel Online Artikel anders lese beschleicht mich der Gedanke, daß das mit der Wiedervereinigung durchaus diesen Zweck gehabt haben kann ...
Sieht stark nach der Absicht aus, ein Land erst zusammenzuführen und danach wiedervereinigt in den Untergang zu treiben.
> ... fragt sich nur, wer sich das wirklich ausgedacht hat. Ich schätze mal, ein paar tausend Kilometer weiter im Osten sitzen die Initiatoren.
Die Russkis hätten also auch die US-Aufrüstungspolitik initiiert, die ihr eigenes Land letztendlich bankrott gemacht hat, so daß das rote Imperium mitsamt der deutschen Teilung nicht mehr zu halten gewesen ist?
Gleichzeitig haben die Moskauer Strippenzieher zugelassen, daß NATO und EU ihren Machtbereich bis weit in den Osten hinein ausdehnen, und zuvor noch angeboten, ggf. auch die früheren, heute in Polen gelegen deutschen Gebiete (Königsberg) wieder zurückzugeben.
Anschließend hat die von Gorbatshow, Jelzin und später Putin beherrschte EU Deutschland den Euro aufgezwungen und zugleich die immerwährende Ausbeutung des Kriegsverlierers vertraglich festgezurrt.
Auch die Bemerkung von einem "Versailles ohne Krieg" wurde zuerst in der Prawda veröffentlicht; als diplomatischer Fingerzeig dahingehend, daß der Versailler "Vertrag" auf russischem Boden ausgehandelt und unterzeichnet wurde, im Schloß von Iwan dem Schrecklichen, auch genannt der "Sonnenkönig".
Hinter der EU-Osterweiterung, der Aufnahme der Türkei und anschließend Israels steht ebenfalls das originär russische Interesse an der Vernichtung/Auflösung Deutschlands.
Seinen angeborenen Deutschenhass, der sich vor dem Hintergrund der ausgesucht höflichen, unendlich liebenswürdigen Behandlung, die uns die USA und ihre diversen Interessengruppen seit eh und je angedeihen lassen, besonders abstoßend ausnimmt, hat Vladimir Putin mehrfach freien Lauf gelassen.
Vor dem deutschen Bundestag meinte er, "kein Volk soll für seine Untaten ewig büßen müssen", und am 11. März bekannte er in einem Interview mit der Illustrierten Paris Match, daß ihn der Mauerfall habe nicht überrascht habe. „Ich wußte, daß er unvermeidlich war. Man kann keinem Volk, schon gar nicht einem so großen wie dem deutschen, etwas von außen aufzwingen.“
Das vergleiche man mit den Stimmen aus den USA, wo wir nichts anderes vernehmen als die Schalmeienklänge holdseligen, freundschaftstrunkenen Einverständnisses.
"Herz an Herz uns, Mund an Mund, eines Atems ew´ger Bund", war mein erster Gedanke, als ich eine Meldung gelesen habe, daß eine aus deutschen Quellen stammende Falschinformation über die irakischen Massenvernichtungswaffen die USA erst zum Angriff, zu ihrer heiligen Pflicht der Verteidigung unserer Freiheit gezwungen hat.
Von sich aus wären die sie nie, nie, niemals nicht auf den Gedanken gekommen, den Irak zu bombardieren und zu besetzen. Das mußte ihnen erst das wahre und einzige Tätervolk einflüstern.
>Geschwächt - optimal als Vorbereitung für eine feindliche Übernehme, im wahrsten Sinne des Wortes.Ja, und wieder ist es der Iwan, der die noch verbliebenen deutschen Industrieperlen übernimmt; so wie sich kürzlich der Petersburger Großkonzern Procterow und Gamblowitsch den Wella-Konzern gekrallt hat.
Weiter so, Deutschland. Immer feste den Russen eine in die Fresse und den Amis eifrig die rückwärtige Partie liebkosen.
Es geht doch nichts über eine tragfähige politische Orientierung, wenn man weiß, wo man seine Freunde und Feinde zu suchen hat.
Marc Malbec
- Re: Wiedervereinigt in den Untergang Wizard 08.4.2004 00:13 (0)
- Sehr gut. :-)) BossCube 07.4.2004 19:00 (0)
- Re: :-))) (o.T.) franz_liszt 06.4.2004 02:35 (0)