Wacklige Argumentation
Geschrieben von franke43 am 22. März 2004 10:05:13:
Als Antwort auf: Re: Zahl der Weltbevölkerung im Jahre 1000 a.d. geschrieben von SANdOR am 19. März 2004 17:36:59:
Hallo
>Hallo Taurec!
>Spielen wir doch noch ein wenig weiter mit einfachen Zahlen und machen es mal >anders herum. Lassen wir Adam und Eva vor 6000 Jahren beginnen, sich zu >vermehren. Lassen wir auch hier zunächst einen Verdoppelungsrhythmus von 50 >Jahren zu, obwohl dieser viel zu lang und daher nicht realistisch ist. Die >Nachfahren hätten es durch 120 Verdoppelungen inzwischen auf folgende >Zahl gebracht:
>1.329.227.995.784.915.872.903.380.706.028.000 Menschen
>Bei einer Verdoppelung innerhalb von jeweils 25 Jahren und demgemäss 240 Verdoppelungen von Adam und Eva - was durchaus realistisch wäre, wenn nur genug Lebensraum zur Verfügung stehen würde, wäre folgende Zahl entstanden:
>1766847065000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000 Menschen
>Dies wären die Möglichen Bevölkerungszahlen der heute lebenden Nachfahren >Adams, wenn die Geschichte mit den 6000 Jahren der Wahrheit entsprechen würde!
>Such Dir eine davon aus!Die Argumentation wirkt unsolide. Sie baut nämlich immer darauf auf,
dass die gesamte Bevölkerungsentwicklung der Menschheit über viele
Jahrtausende hinweg durch eine einzige mathematische Funktion beschrieben
werden kann. Also unabhängig von irgendwelchen "Brüchen" in der Entwicklung
wie z.B. Sintflut (möglicherweise DAS Ereignis mit der Kollision ?),
epidemischen Krankheiten (Seuchen), Klimaveränderungen, Umbrüchen in
der Nahrungsgewinnung (neolithische Revolution durch Landwirtschaft)
usw.>Zudem müssen wir wissen, dass stets nur die Hälfte aller je geborenen Menschen >lebt und die andere Hälfte tot ist - ohne grosse Katastrophen. So würden sich >allein die Überreste der bereits gestorbenen Nachkommen Adams turmhoch auf der >gesamten Erdoberfläche stapeln! Von den theoretisch gerade lebenden Menschen >ganz zu schweigen! Und wo wäre da noch Platz für all die anderen Menschen, die >nicht Nachkommen von Adam und Eva sind, die ja gemäss unserer Wissenschaftler >vom Affen abstammen und angeblich bereits seit über drei Millionen Jahren >existieren sollen?
Die Überreste werden - genau wie die der Tiere und Pflanzen -
in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt. Begräbnisriten
können diesen Vorgang verzögern oder abändern (Verbrennung),
aber nicht verhindern. Auch eine ägyptische Mumie unterliegt
dem natürlichen Kreislauf, er ist nur durch die Mumifizierung
und durch die modernen Konserviermethoden der Museen stark
verzögert.>Aber machen wir trotz aller Lügen, Unwissenheit und Menschenverachtung, die in >der offiziellen Geschichtsschreibung steckt, auch hier eine nette kleine
> Rechnung, denn dadurch wird dieser gelehrte Irrsinn für jeden sichtbar:
>Hätten die ersten Menschen vor drei Millionen Jahren das Licht der Welt >erblickt, so entsräche das bis heute einer Zahl von rund 120000 >Generationen - bei 25 Jahren für eine Generation.Wie wäre es, statt dieser Modellrechnungen mal das historische
Quellenmaterial zu beachten ? Damit meine ich nicht die
normalen Bücher, sondern mittelalterliche Handschriften.
Um beim Beispiel Deutschland zu bleiben: sollten all unsere
Ottonen, Lothare, Friedriche und Heinriche und ihre Italien-
züge und Canossagänge erfunden sein ? Von wem und warum ?
Oder die Wikingerzeit - hat sie nie stattgefunden ? Oder
die arabischen Eroberungszüge in der frühislamischen Epoche
und dann die europäische Antwort in den Kreuzzügen - alles
Dichtung ? Oder die klassische Antike, deren Tempelruinen
ja noch herumstehen, von alten aussereuropäischen Kulturen
(Ägypten, Irak, Indien, China) mal völlig abgesehen. Auch
da ist erdrückend viel Material in Form von Quellen und
archäologischen Befunden erhalten.>Ich denke, diese Zahlen überzeugen nun auch den letzten gläubigen Zweifler und >zeigen uns, welchen Unsinn unsere hochbezahlten Spezialisten hier folgen!
Nein, sie überzeugen nicht. Erst recht nicht im Vergleich
mit dem untersuchten Quellenmaterial und den archäologischen
Befunden an nahezu unzähligen Grabungsorten.>Ich weiss, ich weiss, jetzt versuchen die ewig Gläubigen Gegenargumente zu >finden! Aber es gibt kein vernünftiges Argument gegen die rechnerisch klaren >Tatsachen!
Doch gibt es das. Dass diese Funktionen - für sich genommen -
diese numerischen Eigenschaften haben, das ist unbestritten.
Aber in Frage gestellt wird hier, ob diese Funktionen wirklich
die Bevölkerungasentwicklung der Menschheit ganzheitlich
beschreiben oder eben nur in begrenzten Zeitabschnitten.Gruss
Franke