Re: Zahl der Weltbevölkerung im Jahre 1000 a.d.
Geschrieben von Taurec am 19. März 2004 18:33:05:
Als Antwort auf: Re: Zahl der Weltbevölkerung im Jahre 1000 a.d. geschrieben von SANdOR am 19. März 2004 17:36:59:
Hallo,
erst mal ein Zitat:
Historischer Rückblick
In den 40.000 Jahren vor Christus waren Geburten und Sterbefälle - zumindest über längere Zeiträume gerechnet - ungefähr im Gleichgewicht. Wäre das nicht der Fall gewesen, wäre die Menschheit entweder ausgestorben oder stärker gewachsen. Dies schließt Phasen eines größeren Geburtenüberschusses und Phasen einer großen Sterblichkeit, etwa auf Grund von Seuchen, mit ein.
In traditionellen bäuerlichen Gesellschaften bekamen und bekommen Frauen in der Regel im Laufe ihres Lebens fünf bis acht Kinder. Aber im vormodernen Europa überlebte die Hälfte der Geborenen ihre Kindheit und Jugend nicht. In den heutigen Entwicklungsländern war dies sogar bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts der Fall. Hoch waren in traditionellen Gesellschaften daher nicht nur die Geburtenraten, sondern auch die Sterberaten. Entsprechend klein blieb – wenn überhaupt – das jährliche Wachstum:
Zwischen 10.000 v.Chr. und 1750 betrug es rund 0,2% pro Jahr. Dann setzte in Europa der Übergang von vormodernen zu modernen demographischen Verhältnissen ein.Heute hat das globale Ungleichgewicht zwischen Fruchtbarkeit und Sterblichkeit beträchtliche Dimensionen erreicht. Am Ende des 20. Jahrhunderts starben Tag für Tag rund 150.000 Menschen, aber zugleich kamen täglich rund 365.000 Kinder zur Welt. Pro Jahr waren dies 134 Mio. Neugeborene und 54 Mio. Verstorbene. Im Jahr 2000 ergab dies einen globalen Bevölkerungszuwachs von ca. 80 Mio. Menschen.
Quelle: http://www.berlin-institut.org/pages/buehne/buehne_beventw_muenz_demogr.uebergang.html
Der Anstieg nach 1800 kam einfach durch den steigenden Lebensstandard. Dadurch sank die Sterberate, während die Geburtenrate zunächst gleich blieb. Wiederum dadurch ergab sich eine Bevölkerungsexplosion bis sich die Geburtenrate der Sreblichkeit anglich, da Großfamilien nicht mehr nötig waren.
Rein mathematisch betrachtet scheint das Bevölkerungswachstum nicht streng exponentiel zu steigen, sondern folgt vielmehr einer komplizierten Gleichung:
http://user.cs.tu-berlin.de/~flocki/ernst/tbopg.html
Gruß, Taurec.