Re: 'Kasernenvirus' Bindehautentzündung / wer hat Infos über Standorte etc?

Geschrieben von Marhony am 19. März 2004 02:15:22:

Als Antwort auf: 'Kasernenvirus' Bindehautentzündung / wer hat Infos über Standorte etc? geschrieben von Johannes am 19. März 2004 01:26:53:


Augenvirus weiter auf dem Vormarsch

Mehrere Bundeswehr-Standorte in NRW betroffen

Ende Januar meldeten sich die ersten Soldaten krank. Bundeswehrärzte machten bei ihnen eine zwar harmlose, doch hoch ansteckende Form der Bindehautentzündung aus. Zu den befallenen Standorten gehören mehrere in Nordrhein-Westfalen.


Die Kasernen in Augustdorf und in Höxter waren die ersten in NRW. Dort diagnostizierten die Ärzte bereits vor mehr als einer Woche die ansteckende Krankheit. Inzwischen wurden auch an den Standorten  Minden und in Düsseldorf Fälle von "Keratoconjunctivitis epidemica" festgestellt. Weist ein Soldat die typischen Symptome der Bindehautentzündung auf - tränende Augen, die Schwellung der Augenlider und das Gefühl, einen Fremdkörper im Auge zu haben - schreibt der Truppenarzt ihn für drei Wochen krank und schickt ihn nach Hause. So war es auch Augustdorf, wo rund 3.200 Soldaten stationiert sind. Dort wurden - ebenso wie in der General-Weber-Kaserne in Höxter - vorsichtshalber auch die meisten gesunden Soldaten in den "Zwangsurlaub" geschickt.


Am Montag (15.03.04) trat rund ein Drittel der Augustdorfer Soldaten wieder zum Dienst an. "Die häusliche Quarantäne hat Erfolg gehabt", sagte Hauptmann Udo Hagedorn vom 21. Panzerbataillon in Augustdorf. Er schätzt, dass bis zum 29. März nach und nach alle wieder an Bord sein werden.

Schwierige Lage in den Kasernen


Mit dem Heimaturlaub für die Soldaten hilft sich die Bundeswehr selbst aus der Klemme: Wegen der von der Bindehautentzündung ausgehenden hohen Ansteckungsgefahr es sehr schwierig, die Ausbreitung der Krankheit in den Kasernen zu verhindern. "Die Soldaten leben dort eng zusammen, benutzen die gleichen Telefone, Computertastaturen und Duschen", beschreibt ein Bundeswehrsprecher die Problematik. Zu Hause sind die notwendigen Hygienemaßnahmen leichter durchzuführen. Und damit der Heimkehrer seine Familie nicht ansteckt, gibt ihm die Bundeswehr ein Merkblatt mit auf den Weg. Darin ist genau beschrieben, was er alles zu tun und zu lassen hat - an erster Stelle ein absolutes Verbot des Benutzens von Schwimmbädern, Saunen und Sporteinrichtungen.





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