@JeFra: 9/11-Anschläge
Geschrieben von Swissman am 14. März 2004 02:54:25:
Als Antwort auf: Re: Bitte nicht so schnell aus der Hüfte schießen geschrieben von JeFra am 12. März 2004 02:11:35:
Hallo JeFra,
Hier nun der versprochene, rekonstruierte, Text:
Ich hatte hier vor einigen Tagen eine Diskussion zu diesem Thema. Manche Skeptiker bezweifeln, daß man Mobiltelefonanrufe, wie sie einige der Opfer des 11. 9. durchgeführt haben sollen, von Bord eines Flugzeuges aus anstellen kann.Ich vermute, dass dies zumindest von den Fensterplätzen aus durchaus möglich sein sollte. Mangels ausreichender Physikkenntnisse kann und werde ich mich in dieser Frage allerdings nicht festlegen. - Allenfalls müsste man es auf ein Experiment ankommen lassen...
Übrigens: In zumindest einem Fall soll der Anruf nicht per Handy, sondern über ein an Bord festeingebautes Telefon für 1.Klasse-Passagiere erfolgt sein. - Einer der einschlägig bekannten Autoren, die den 11. September als Stoff für Verschwörungstheorien entdeckt haben, mokiert sich in seinem Werk darüber, es sei doch völlig unglaubwürdig, dass eine Passagierin das Bordtelefon benutze und per Kreditkarte bezahle, anstatt einfach ihr Handy zu benutzen...
Wenn das stimmt und die Anrufe gefälscht worden sind, handelt es sich sicher um eine Operation, die für die AlQuaida zu komplex ist.Ganz so schwierig ist das heutzutage auch nicht mehr: Wenn Sie einmal in London sind, können Sie sich im Spy Shop einen "Voice changer" vorführen lassen - Es gibt davon verschiedene Modelle, mit unterschiedlichem Funktionsumfang. Die Stimmverzerrer passen auf alle gängigen Telefonhörer.
Günstiger fahren Sie mit einer Software-Lösung: Wenn Sie ins Mikrofon sprechen, ist die Software in der Lage, ihre Stimme in Echtzeit, entsprechend Ihren Einstellungen, umzuwandeln, sodass am anderen Ende der Leitung der Eindruck entsteht, Sie seien eine beliebige andere Person.
Um die Anrufe entsprechend Ihrem Szenario zu fälschen, bräuchte man nicht viel mehr als ein Telefon, einen Stimmverzerrer und eine Stimmprobe der nachzuahmenden Person. Letzteres dürfte der kniffligste Teil des Ganzen sein, ist aber für einen Geheimdienst durchaus keine unmögliche Aufgabe: Ich würde dazu einige Tage bevor die Sache steigen soll, beginnen, die Buchungs-Hotline der Fluglinie, deren Flugzeuge Verwendung finden sollen, abzuhören, was über Sigint-Spionagenetzwerke wie das Echelon der UKUSA-Staaten oder das russische FAPSI besonders einfach möglich ist.
Um die Anrufe echt wirken zu lassen, benötigt man nun noch einige persönliche Details der Opfer, die ein geübter Hacker ohne grössere Probleme beschaffen können sollte. Zudem benötigt man einige Sprecher, die, wenn es soweit ist, die Telefone bedienen.
und ob das in einem der von mir aaO gebrachten Links beschriebene Anschlagszenario (Besatzung mit Nervengas ausschalten, dann über ein trojanisches Pferd neue Zielkoordinaten in den Bordcomputer eingeben) durchführbar.Im Grundsatz halte ich dies für technisch möglich, wobei man in diesem Fall die Passagiere wohl gleich mitausschalten würde. Nervengase halte ich für eher ungeeignet, da vom Auftauchen der ersten Symptome bis zum Verlust des Bewusstseins ohne weiteres 15- 30 Minuten vergehen können - mehr als genug Zeit, um zuvor noch einen Notruf abzusenden. Damit Ihr Szenario funktioniert, benötigen Sie ein Gas, das in der Lage ist, seine Opfer schlagartig zu töten oder zu betäuben. Dafür käme beispielsweise Zyanid in Frage, aber auch ein Narkotikum, wie es die Russen unlängst zur Geiselbefreiung einsetzten, würde letztlich denselben Zweck erfüllen.
Am effizientesten wäre es vermutlich, einen Druckabfall zu simulieren und das Gas über die Sauerstoffmasken zu verabreichen. Die Wirkung würde in diesem Fall wohl ähnlich schnell einsetzen, wie dies in der Anästhesie im Operationssaal der Fall ist.
Was ich für eher unwahrscheinlich halte, ist das angeblich serienmässig eingebaute "home run"-System: Zum einen wurde seit dessen angeblicher Einführung in den 70er Jahren mehr als nur ein US-Flugzeug entführt, ohne dass man von dieser angeblichen Wunderwaffe Gebrauch gemacht hätte. Ein System, dass man in dem Fall, für den es gedacht ist, nicht einsetzt, ist letztlich vollkommen witzlos.
Andererseits bezweifle ich den Sinn dieses Systems auch grundsätzlich: Selbst der dümmste Entführer merkt ja früher oder später, dass er die Kontrolle über den zu fliegenden Kurs verloren hat - die Wahrscheinlichkeit, dass er dann durchdreht und beginnt, wahllos Passagiere zu töten, halte ich für sehr hoch.
Persönlich bin ich durchaus auch der Meinung, dass Al Kaida Unterstützung seitens zumindest eines interessierten Geheimdienstes erfuhr, dass Al Kaida eine wichtige Rolle spielte, steht für mich jedoch ausser Frage.
Die beiden rotchinesischen Obristen Qiao Liang und Wang Xiangsui erstellten Ende der 90er Jahre im Auftrag des Generalstabs der "Volksbefreiungsarmee" eine Studie über die Möglichkeiten der asymmetrischen Kriegsführung gegen die USA. Basierend darauf erschien im Februar 1999 ein Handbuch für die "Volksbefreiungsarmee", das nach dem 11. September auch ins Englische übersetzt worden ist.
Dieses Handbuch ist insofern interessant, als es sich auch mit Terrorismus befasst: Die Autoren schlagen sogar die Verwendung entführter Flugzeuge als Bomben gegen Hochhäuser vor...
Dass die Taliban und Rotchina überraschend gute Beziehungen unterhielten, ist ebenfalls erwiesen: Als die Amerikaner dazu ansetzten, die Taliban auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen, sollen die Verhandlungen zur offiziellen Anerkennung der Taliban durch Peking und Aufnahme diplomatischer Beziehungen kurz vor dem Abschluss gestanden haben.
Bemerkenswert sind auch Dr. Tatyana Koryagina’s Aussagen vor der russischen Duma (hier und hier). Der Verdacht, dass russische Regierungsstellen zumindest über Vorabinformationen verfügten, liegt nahe.
Überaus interessant ist in diesem Zusammenhang aber auch der Fall des angeblichen Naval-Intelligence-Agenten Delmart Vreeland, der in Kanada mittlerweile als Flüchtling anerkannt wurde: Gestützt auf russische Akten, die er im Rahmen seiner geheimdienstlichen Tätigkeit an sich bringen konnte, war es ihm möglich, bereits vor dem 11. September vor den Anschlägen zu warnen.
Die Warnung erreichte die zuständigen Stellen nicht, da Vreeland bei einer Zwischenlandung in Kanada verhaftet wurde: Er brachte sein Wissen schriftlich zu Papier und händigte es an die Wachen aus, mit dem Auftrag, die Informationen an seine Vorgesetzten in die USA weiterzuleiten. Da diese ihn damals offensichtlich nicht ernst nahmen, legten sie die Warnung vorerst zu den Akten, wo sie bis zum 11. September blieben. Dass Vreeland tatsächlich einen Monat vor den Anschlägen eine schriftliche Warnung verfasst hatte, wurde mittlerweile auch gerichtlich festgestellt.
Hier einige Auszüge aus einem archivierten alten Nyquist-Artikel:
"Then comes the most curious and frightening story of them all, which may tie everything into one neat package. This story comes out of Canada and involves a U.S. citizen who has been granted political asylum by Ottawa in accordance with international law. The U.S. citizen in question is Delmart Edward Vreeland.
The United States government says that Vreeland is a petty criminal. But Vreeland identifies himself as a lieutenant with the Office of Naval Intelligence who defected to Canada in December 2000 after retrieving documents from Moscow.
One of these documents, a communiqué from K. Hussaine of Iraq to V. Putin of Russia, discusses "the initial phase of our planned assault against the United States in September of 2001 and after." Because of these shocking revelations, Vreeland maintains that he cannot return to the United States because the Russian mafia would assassinate him and because an important American official would assure Vreeland's death or imprisonment upon his return. The Russian document, in fact, refers to "our official in America" who can "assure" the desired results if security should be compromised. The document does not name the official in question, but Vreeland believes it is someone with great influence.
I interviewed Mr. Vreeland on Monday and reviewed a key document he allegedly retrieved from Moscow. The communiqué from K. Hussaine to V. Putin (referred to above) is dated June 13, 2000, and was used by Vreeland to successfully predict the Sept. 11 attack in a letter to Canadian prison authorities. The document, which names the World Trade Center, the Pentagon and a nuclear power plant as the initial targets of Sept. 11, curiously describes these as "diversionary strikes" attributed to the work of "our brothers."The real attack, says the Iraqi official, will involve the use of "new s-megaton mini satellite [guided] rocket[s]." This is a weapon that would be smuggled into the United States, and better resembles a small robot aircraft than a missile. The striking power of this satellite guided toy rocket is listed as two megatons."
Die Erwähnung Iraks halte ich für ein Code-Wort, für den Fall einer Enttarnung: Falls die Dokumente in die Hände amerikanischer Dienste geraten, profitiert der Osten auch dadurch, da die USA dadurch dazu verleitet werden können, in den Irak einzumarschieren und sich zusätzlich zu verzetteln. Dass in wichtigen Geheimdokumente mit Code-Wörtern operiert wird, war in der Sowjetunion gängige Praxis: Stalin unterzeichnete wichtige Weisungen während des Zweiten Weltkrieges meist nicht unter seinem eigenen Namen, sondern als "Genosse Iwanow".
Mit "our brothers" ist wohl al Kaida gemeint, an anderer Stelle wird die Gruppe auch namentlich als Beteiligter genannt.
Ich tendiere zu der Annahme, dass die Anschläge eine Art Joint Venture von Al Kaida und zumindest einem östlichen Geheimdienst waren, wobei Al Kaida eine Anzahl Fanatiker zur Verfügung stellte, die man als "nützliche Idioten" einsetzen konnte, um die Besatzung zu töten und die Flugzeuge in ihre Gewalt zu bringen.
Ob sie den fliegerischen Teil der Aufgabe selbst ausführten, oder ob dies per Fernsteuerung erfolgte, sei dahingestellt. Möglicherweise liess man sie auch im Glauben, selbst als Piloten vorgesehen zu sein, um sie dann, wie von Ihnen bereits angedeutet, mit Gas auszuschalten. So hätte man jedenfalls das Risiko, dass die Piloten es sich im letzten Moment noch anders überlegen, ausschliessen können. Mit abschliessender Sicherheit wird dies wohl ohnehin nicht mehr zu klären sein.
So oder so: Vom Standpunkt ihrer russischen "Berater" aus war den Al-Kaida-Terroristen wohl primär die Aufgabe zugedacht, die die beim fingierten Überfall auf den Gleiwitzer Sender zurückgelassenen "Konserven" seinerzeit zu erfüllen hatten (mit dem einzigen Unterschied, dass die Wahhabiten dumm genug waren, sich freiwillig zu melden).
Dies dürfte auch der Grund sein, warum die Autos der Terroristen derart viel Beweismaterial enthielten: Dieses dürfte, nachdem die Terroristen eingecheckt hatten, von einem KGB-Team platziert worden sein, um sicherzustellen, dass die Amerikaner auch tatsächlich das finden würden, was sie finden sollten.
Um die Rolle einer langanhaltenden, massiven Terrorkampagne im Rahmen der kommunistischen Langzeitstrategie richtig einzuordnen, sollten Sie diesen Beitrag lesen - es handelt sich dabei nämlich um eine langfristige Vorbereitung des atomaren Eröffnungsschlages...
mfG,
Swissman
- Re: @JeFra: 9/11-Anschläge JeFra 18.3.2004 02:21 (5)
- Handies in Flugzeugen und wenig besuchten Orten Laura 18.3.2004 21:02 (3)
- es funktioniert auch nicht! Fleecer 18.3.2004 23:57 (2)
- Re: es funktioniert auch nicht! JeFra 19.3.2004 01:12 (1)
- Re: Heise.url RaginHari 19.3.2004 19:18 (0)
- Nervengase Fleecer 18.3.2004 07:17 (0)
- Re: @JeFra: 9/11-Anschläge BossCube 14.3.2004 10:54 (0)