Der Wille und das Andere als Ganzes
Geschrieben von Lydia am 03. März 2004 00:32:21:
Als Antwort auf: Freiheit des Willens/Zukunft festgelegt und damit vorhersehbar? geschrieben von Fred Feuerstein am 29. Februar 2004 13:55:26:
Hallo Fred!
Danke für die Infos!
Ich denke, der Wille kann wollen, was er mag, aber er muss sich danach richten, was ist>. Dies begründet seine Unfreiheit.
Das, was ist, sind Grundgesetze, Grundtatsachen, auf denen Schöpfung aufbaut und nach denen Schöpfung (Gottes, des Menschen und aller anderen Wesen) abläuft. Der Wille kann diese Gesetze nicht umrennen, da er dann die Schöpfung, die er ja gewollt hat, auch umrennen müsste. Somit bleibt nur Wandel der Gesetze, nach denen sich dann auch die Schöpfung richten muss. Oder die (ebenfalls intelligente) Schöpfung muss die unveränderten Gesetze befolgen, sonst kann sie so nicht weiterbestehen. Dabei wird ein Kompromiß zwischen den Grundgesetzen bzw. Grundtatsachen und der Schöpfung vollzogen, damit beide weiterbestehen können - in mehr oder weniger unversehrter Form. So können das, was ist, und die Schöpfung synchronisiert werden.
Das Wissen, gekoppelt mit dem Willen, erkennt die Folgen bestimmter Handlungen und kann den Willen infolge der Erkenntnis der Folgen des Tuns korrigieren. Hier ist der Wille auch von der Erkenntnis abhängig und ihr bis zu einem bestimmten Grad, bis dahin, wo Folgen des Tuns und ursprünglicher Wille parallelgehen und sich nicht ausschließen, unterworfen.
Über allem steht das Wesen, das den Willen, das, was ist, Wissen und ebenso Gefühle, Gedanken, Vorstellungen u.v.m. lebt. Das bedeutet, derWille muss stets mit diesen anderen Dingen synchronisiert werden und ist bis dahin unfrei.Oder aber der Wille macht sich frei und sprengt alles. Das kommt auch vor, und da bekommt der Wille sein Recht. In der Regel und meistens muss er aber in Harmonie mit den anderen Inhalten des Seins (Mitgeschöpfe, Wissen, Gefühle usw.) sein, denn sonst bekommt er nicht, was er will. Soweit muss er sich unterwerfen. Es fesslt ihn also alles, was ist, da es auf ihn einwirkt.
Der Wille ist eine sehr hohe Kraft, aber es gibt Dinge, die über ihm stehen.
Der freie Wille existiert aber trotzdem, zumindest als Trost und als ein Ideal in der Vorstellung, was uns hoffen und streben lässt.Zählen tut das Ganze, und da ist der Wille eine Komponente, ein wertvolles Mittel und Gut.
Mehr kann ich heute leider nicht, so andermal!
viele Grüße
Lydia