Re: Um das Thema mal in seiner ganzen Tiefe aufzugreifen

Geschrieben von Johannes. am 27. Februar 2004 23:20:46:

Als Antwort auf: @Marc M. nicht einfach, hier was zu finden geschrieben von franz_liszt am 27. Februar 2004 22:27:07:

Hallo franz_liszt,

ich will das mal aufgreifen, was Du hier zitierst. Das ganze ist so zentral, daß ich mich dazu ausnahmsweise mal hervorgehoben in gelb melde, um diesen Themenvorschlag nicht untergehen zu lassen.

> Wir müßten fragen, wer sich aus gewissen Abschnitten der Bibel (Propheten)
> ein politisches Programm macht, und wer nicht? Damit hätten wir die Frage
> der ekelhaften genetischen, sprich rassistischen Komponenten entkleidet,
> und könnten an das Problem genauso herangehen ...

Wie wäre es, noch ein wenig mehr zu den Hintergründen zu gehen und so dem Forum alle Ehre zu machen?

Ich meine, bevor wir überlegen, wer aus den biblischen Propheten vielleicht ein Programm macht, müßten wir uns doch erstmal darüber klar werden, was diese Propheten überhaupt aussagen.

Erst dann, wenn wir das geklärt haben, können wir prüfen, ob sich bestimmte politische Programme wirklich an den Bibelpropheten orientieren oder nicht.

Wenn wir zu diesen Grundlagen zurückgehen, dann könnte sich daraus gerade auch für diejenigen etwas hochinteressantes ergeben, die sich sicher sind, daß biblische Prophezeiungen politisch umgesetzt werden: Sie könnten dann nämlich die weitere Zukunft zumindest als Leitlinie voraussagen, und das völlig unabhängig davon, welche Politik gerade die Oberhand hat oder sich ggf. anders darstellt, als sie gedacht ist. Denn die Prophs würden es ja dann verraten.

Und auch diejenigen, die nicht an die große politische Umsetzung glauben, kämen dabei auf ihre Kosten. Denn wir könnten feststellen, ob die biblischen Prophs überhaupt hinreichend eine Aussage über die Zukunft treffen. Nur, wenn sie das tun, könnten sie auch politisches Programm werden. Aber das wäre dann gar nicht wichtig, dann wenn es um echte Schauungen geht, dann werden sie sich ohnehin im großen Rahmen erfüllen und es fragt sich dann eher, wo wir dabei stehen.

Sehen wir also in unserer Untersuchung, daß sich die Bibelprophs erfüllt haben, dann können wir daraus unsere Konsequenzen ziehen. Sei es, weil wir sie nun als Schauungen ernst nehmen und auch die Verwirklichung der weiteren Prophs erwarten, oder sei es, weil wir überzeugt sind, daß sie politisch umgesetzt werden.

Für beides ist eine gute Kenntnis der Bibelprophs und ihr Verständnis unabdingbar, und hier sollten wir ansetzen, um wirklich zu Erkenntnissen zu kommen und nicht Gefahr zu laufen, erst eigene politische Überzeugungen in etwas hineinzuinterpretieren und sie sich dann durch sich selbst bestätigen zu lassen.

Und das ganze ist völlig ergebnisoffen, sowohl die Politik- als auch die Proph.-Interessierten kämen auf ihre Kosten.

Und gerade den Politikinteressierten sage ich: Was kann es eigentlich interessanteres geben, als auf diese Weise einen Blick in die "Geheimdossiers" der politisch Mächtigen zu werfen? (Wenn das jemand so sehen will, ich halte mich da jetzt bewußt raus).

Nur, wie gesagt, es hilft nichts, mit unserer politischen Brille die Prophs zu interpretieren und dann erstaunt (?) festzustellen, daß sie so aussehen wie die Farbe der politischen Brille, durch die wir sie anschauen. Wichtig ist, die Prophs erstmal für sich selbst sprechen zu lassen (was ist angekündigt, was müßte geschehen?) und sie dann daraufhin abzuklopfen, ob es in der Geschichte bisher so eingetroffen ist. Wird es also entsprechend den biblischen Prophs weitergehen und wie sieht das ggf. aus?

Gruß

Johannes


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