Re: Lebensmittelpreise?
Geschrieben von Guerrero am 30. April 2010 09:33:12:
Als Antwort auf: Lebensmittelpreise? geschrieben von detlef am 29. April 2010 22:53:57:
Estimado Detlef.Die Lebensmittelpreise sind letztes Jahr gefallen und fallen immer noch.
Die Preise für die Bauern als Hersteller sind auch gefallen.
Letztes Jahr hätte ich für 100 kg Brotweizen ca. 8 Euro bekommen.
(Es gibt Getreideüberschuss global gesehen und
wird auch für diese Ernte erwartet)
Ich habe den gelagert, die Preise werden aber nicht besser.
Die Bauern können von ihren Produkten nicht leben, sie sind abhängig von Subvensionen
und das ist gewollt.
Erstens sind die Bauern damit abhängig.(Von der Politik, von Großkonzernen)
Zweitens sind die Verbraucher zufrieden mit niedrigen Preisen.
Drittens ist man geschützt vor den billigen Konkurenzprodukten aus anderen Ländern.Vor ca. 50 Jahren kostete ein Zentner Brotweizen ca. 24 DM.
Der Stundenlohn eines Arbeiters war damals 1 DM.
Für 100 kg musste der damals etwa 48 Stunden arbeiten.
Heute nur etwa 1 Stunde bei 1 Euro = 1 DM.Damals wurde der größte Teil des Einkommens für Lebensmittel gebraucht.
Heute sind es etwa 15 % des Einkommens.
Damals gab es nicht die große Auswahl und kaum importierte exotische Lebensmittel.Wir leben heute in einem Überfluss und mit billigen Lebensmitteln wie nie in der Geschichte.
Das sollte man sich bewusst machen bevor man sich darüber aufregt,
wenn die Preise einmal steigen.
Es wäre gesund wenn die Preise um 100% steigen würden, und dieses zusätzliche Geld gerecht verteilt würde,
zum Großteil an die Bauern.Saludo
GuerreroRückschau: Küchenindex: Lebensmittelpreise fallen
Sendeanstalt und Sendedatum: BR, Samstag, 27. März 2010
Der Abwärtstrend bei den Lebensmittelpreisen hält an. Butter und Käse etwa sind um 6,6 % billiger geworden. Fleisch und Wurst kosten im Vergleich zum Vorjahr 3,7 % weniger. Artikel für die tägliche Körperpflege sind im Schnitt um 2,2 % günstiger geworden. Brot und Backwaren sind jetzt um 2,1 % billiger als noch vor einem Jahr und der Preis für Tiernahrung ist um 0,6 % gesunken. Teurer geworden hingegen sind Fette und Öle, durchschnittlich um 2,1 %.
Auch für Tiefkühlprodukte müssen die Kunden heuer tiefer in die Tasche greifen: plus 2,0 %. Der Preis für Frühstücksprodukte hat um 0,9 % angezogen.
Insgesamt aber sinken die Preise. Frische Ware kostet jetzt um 2,8 % weniger als 2009. Der Preis für verpackte Ware hat um 1,0 % nachgegeben.
ARD-Ratgeber Geld Küchenindex: - 1,6 %.
Bericht: Lisa Wurscher
Stand: Ende März 2010
Antworten: