highway nach Rom

Geschrieben von detlef am 05. November 2009 10:46:58:

Als Antwort auf: Re: etwas verwundert. geschrieben von Ralf am 04. November 2009 17:40:02:

>>>
>>>Zukunft?
>>>Die Zukunft ist die Vergangenheit.
>>>Wer seine Zukunft kennen will, der muss nur einen Blick in seine Vergangenheit werfen.
>>>Die meisten hoffen, dass sie, imden sie sich mit der "Zukunft" beschäftigen und "Profis" über die Zukunft werden, das Schicksal, also die Antwort auf vergangene Taten, umgehen können.
>>>Dies ist eine Illusion.
>>>Ziel sollte es daher sein, die Vergangenheit aufzuräumen, damit die Vergangenheit nicht zur Zukunft wird.
>>>Bylath
>>ich bin ueberrascht, und auch verwundert, wie viele hier die zukunft nicht fuer etwas erforschbares zu halten scheinen, sondern ihre existenz entweder teilweise negieren, oder aber sie zu einem bestandteil philosophischer oder auch psychologischer modelle erklaeren.
>>versteh ich euch nur nicht? oder sind wirklich so viele menschen dabei, sich in introvertierter nabelschau zu versenken?
>>konkret waere ich fuer eine erklaerung dankbar, wieso eine beschaeftigung mit der zukunft oft nur eine "vergangenheitsbewaeltigung" sein soll.
>>irgendwie kann ich die argumentation nicht nachvollziehen.
>>"wer die zukunft kennen will, muss in die vergangenheit schauen" -> "die meisten beschaeftigen sich mit der zukunft, um das schicksal durch vergangene taten zu umgehen" -> "ziel sollte sein, die vergangenheit zu bewaeltigen, damit sie nicht zukunft wird"
>>das klingt fuer mich wie ein nur oberflaechlich erklaertes philosophisches modell, nicht wie eine beschaeftigung mit der zukunft an und fuer sich.
>>
>>gruss,detlef
>
>Hallo Detlef,
>der Gedankengang läßt sich schon nachvollziehen. --> Nichts wird, ohne daß vorher etwas war --> Erst der Gedanke, dann die Tat...
>Ohne gedankliche Modelle läßt es sich nicht an die Zukunft herangehen, ganz gleich, wie diese heißen. Bei Dir ist die Zukunft vorherbestimmt und unabänderlich - auch ein Gedankenmodell. Bei diesem Modell kann ich mir zwar nicht vorstellen, warum man die Zukunft überhaupt erforschen sollte, doch das bleibt ja jedem selbst überlassen. Zumindest ist es eine klare Aussage.
>Die Möglichkeiten, Zukünftiges zu "erahnen", sind ebenso vielfältig wie die Gründe dafür. Ich bin kein "Zukunftsforscher", dennoch beschäftige ich mich mit gewissen Entwicklungen auf Basis dessen, was bekannt ist. Das gebietet allein schon das Verantwortungsgefühl sich selbst als auch der Familie gegenüber. Soviel zu meiner "Berufung" zum "Betrachter einer möglichen Zukunft".
>Im Gegensatz zu Dir ist meine Überzeugung, daß Zukunft "veränderlich" ist. Somit wird meine Motivation, künftige Entwicklungen auszubaldowern, verständlich. Und - ja - ich hänge auch den Modellen an, daß die Zukunft durch uns selbst in der Vergangenheit gelegt wird. Durch reale Taten... aber auch - und das ist ganz wichtig - auch durch gedankliche Vorgänge. Somit wird es quasi zur Pflichtübung, sich mit irgend einer der vielen Denkmodelle wie z.B. Glaube und Religion auseinander zu setzen. Dies kann jedoch nur jeder für sich entscheiden, welchen Weg und Modell er wählt. Wie bekannt, führen mehrere Wege nach Rom.
>Daher bin ich davon überzeugt, daß die Beschäftigung mit der Zukunft nicht ohne Beteiligung eines dieser Modelle auskommt - auch nicht hier im Forum. Doch, ganz klar Detlef, Eiferer und Überredungskünstler werden einer Diskussion eher abträglich sein.
>Nun denn, viele Grüße
>Ralf

moin,

nein, ich halte die zukunft nicht fuer "fest betoniert". auch ich sehe immer wieder, dass es eine gewisse flexibilitaet gibt. aber nach meiner meinung halt keine totale "offenheit" der moeglichkeiten.
und ich denke, dass es sehr interessant waere, mehr kenntnisse ueber die grenze zwischen determiniertem und offenem zu erhalten.

auch mir ist klar, dass Religion da irgendwie mit reinspielt.

deshalb auch diese wortwahl in den regeln:
Auch der Analyse religiöser Denkmodelle und Voraussagen in Bezug auf die Zukunft.
Es dient nicht der Verbreitung von Religionen oder Religionsartigem
Gedankengut.

das problem dabei sehe ich in der hauptsache darin, dass es einfach schwerfaellt, auch die eigene religion zu untersuchen, ohne in dogmatik zu verfallen.


gruss,detlef


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