Re: Konflikt China - Japan eskaliert

Geschrieben von Mao am 17. April 2006 22:36:40:

Als Antwort auf: Korrektur: China ist Verbündeter von Russland geschrieben von weltbeobachter am 16. April 2006 03:07:22:

Und nicht zu vergessen, dass es momentan zwischen China und Japan ebenfalls gewaltig krummelt:

Streit über Seegrenze

Die japanische Regierung hat am Montag gegen die "Verletzung der Souveränität" Japans durch die Volksrepublik China protestiert. Wie Regierungssprecher Shinzo Abe in Tokio mitteilte, wurde von Peking eine Klarstellung gefordert.

China hat nach eigenen Angaben eine Sperrzone im Ostchinesischen Meer nahe der umstrittenen Seegrenze errichtet. Die beiden Mächte streiten seit geraumer Zeit über die Nutzung der Gas- und Ölvorkommen in dem Gebiet.

Konflikt verschärft sich

Der Konflikt um die Abgrenzung der Territorialgewässer und die Nutzungsrechte der maritimen Bodenschätze hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich verschärft. Das Konfliktpotenzial ist angesichts der wirtschaftlichen Aspekte beträchtlich.
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Mit der Errichtung militärischer Stützpunkte verstieß Peking gegen die Prinzipiendeklaration von Manila aus dem Jahr 1992 über die friedliche Streitbeilegung im Südchinesischen Meer.

Tokio: Nationale Sicherheit bedroht

Die japanische Regierung hatte sich schon in der Vergangenheit über Chinas Aktivitäten in grenznahen Seegebieten besorgt gezeigt.

Die chinesischen Schritte würden Japans nationale Sicherheit bedrohen und seine Souveränität verletzen, erklärte Tokio.

Bei den Erschließungsarbeiten, die bis zum 30. September geplant seien, werden Medien zufolge Pipelines und Kabel verlegt.
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Streit über Yasukuni-Schrein-Besuch

Die wiederholten Besuche Koizumis in Tokios Yasukuni-Schrein, in dem auch Kriegsverbrecher geehrt werden, haben die bilateralen Beziehungen der beiden Staaten ohnehin auf den tiefsten Stand seit Jahrzehnten fallen lassen.

Die nunmehrige "Seekrise" könnte die Situation weiter verschärfen.


China kooperiert mit Russland

Russland und China haben eine engere Zusammenarbeit in Energiefragen vereinbart.

"Wir unterstützen Investitionen in beiden Ländern, um Öl- und Erdgasressourcen sowie das Energiepotenzial von Russland und China zu entwickeln", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung, die Ende März während des Besuchs des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Peking veröffentlicht wurde.
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Pipeline als Prestigeprojekt

Putin äußerte sich zuversichtlich, dass die lange diskutierte Öl-Pipeline von Russland nach China auch gebaut wird. Zuvor hatte sich China bereit erklärt, eine Finanzierungshilfe für den Bau auf russischer Seite zu gewähren.
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Studie als nächster Stritt

Konkret setzt sich China für eine Pipeline mit einer Kapazität von 600.000 Barrel pro Tag aus Russland in die Volksrepublik ein. Russlands Energieminister Wiktor Christenko sagte später, der nächste Schritt sei eine Machbarkeitsstudie.

CNPC hatte eigentlich eine Vereinbarung über den Pipeline-Bau erwartet, wie CNPC am Vortag der russischen Agentur Interfax erklärt hatte.

Bis zu 80 Mrd. Kubikmeter Gas

Russland sucht nach neuen Märkten für seine Gas- und Ölvorkommen. Noch in diesem Jahr soll mit dem Bau einer Pipeline von Sibirien an den Pazifischen Ozean begonnen werden, die China, Japan und andere Staaten der Region mit Öl versorgen soll.

Zum chinesischen Wunsch nach Gaslieferungen kündigte Putin an, künftig 60 bis 80 Mrd. Kubikmeter liefern zu wollen.

ORF.at


Da steppt der russische Bär! ;-)

Mfg

Mao




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