Re: danke für Beiträge/Meinungen - die meinen dazu -Zinsen verbieten oder abscha

Geschrieben von detlef am 03. November 2006 01:00:09:

Als Antwort auf: Re: danke für Beiträge/Meinungen - die meinen dazu -Zinsen verbieten oder abscha geschrieben von FranzLiszt am 02. November 2006 23:08:59:

>Also hab ich zu schnell gelesen. Aber wo ist dann die Lösung? Ist die heutige Steuerung der Geldmenge nicht schon ausgereizt?
>Es gibt feste Regeln, was zum Bruttosozialprodukt gehört - übrigens national unterschiedlich. Entweder sind die Regeln zu ungenau und werden immer in derselben Richtung gedehnt oder es sind Sachen ohne Wert drin.
>Gibt es den Zwang zum Wachstum denn nun oder nicht? Muss die Wirtschaft nicht wachsen, um die Zinsen zu bedienen? Ist das nicht pervers? Je fauler die Leute sind, ihre Schulden zu bezahlen, wie Du schreibst, um so schneller müssen die Werte wachsen. Das kann doch nicht gut gehen.
>Gruß franz_liszt

moin,

ich bin ja nur ein dummer ungebildeter bauer.
aber immerhin bin ich grade dabei, mein drittes nennenswertes vermoegen anzuschaffen.

also, die staendige vermehrung und der zwang zu ihr hat nur einen einzigen grund aus meiner sicht. es wird (hauptsaechlich vom staat) ausgegeben, was nicht erwirtschaftet wurde.

brutto sozialprodukt:

ich bin bauer. ich ernte 1000 aepfel. - beitrag zum BSP 1000 aepfel.
mein arbeiter kriegt von mir 100 aepfel lohn. - BSP 100
der schmied verkauft mir nen spaten - BSP 200
ein trucker faehrt meine aepfel zur stadt. - bsp 50 aepfel
mir wird ein marktstand vermietet - bsp 50 aepfel
der polizist erhaelt von meinen steuern lohn - bsp 200 aepfel
der lehrer erhaelt von meinen steuern lohn - bsp 200 aepfel.
summa summarum bis jetzt ein Bruttosozialprodukt von 1.800 aepfeln.

dem staat fehlt geld um den feuerwehrmann zu bezahlen. er leiht sich was,das ist auch kein problem, weil die wirtschaft ja so gut floriert. der beweis: ein bruttosozialprodukt von 1.800 aepfeln.

scheiss-spiel! und in aepfeln gerechnet faellt es jedem deppen auf, dass da 800 fehlen.
bloss, wenn in geld gerechnet wird, will der eine mehr zinsen, der andere mehr anleihen, der dritte aus jedem apfel jedes quartal ne scheibe rausschneiden....

das hauptargument der geldschwundler ist doch die bremsung der inflation, ja?
ok, sobald eine geldmenge nicht mehr von jedem mferkel geaendert werden kann, weil sie durch feste bindung an ein endliches material vorgegeben ist, wird geld knapp (und teuer) sobald es gehortet wird. wenn man dafuer viel kriegt, wird es investiert. dann ist wieder mehr auf dem markt, .... usw....
das einzige, was man dann noch aendern muss, ist die haltlose verschwendung der "oeffentlichen hand" die sich heute als offene hand versteht. selbst bei einer reinen fiatmoney waehrung wuerde eine regierung, die nur soviel ausgibt, wie sie einnimmt, die inflation schon weitgehend eliminiert haben.

gruss,detlef

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